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Oktober 30, 2020

Wie Deine Ahnen Dein Leben beeinflussen

Wie können unsere Ahnen uns im Hier und Jetzt in unserem Leben unterstützen?

Welchen Einfluss haben sie überhaupt auf unser Leben?

Warum ist es eigentlich sinnvoll, Kontakt zum eigenen Ahnenfeld aufzunehmen?

Man könnte ja meinen, was vergangen ist, ist vergangen. Was nützt es überhaupt, sich mit längst verstorbenen Verwandten abzugeben? Vielleicht möchtest Du auch gar nicht an die Vergangenheit zurückdenken, sondern Dich eher nach vorne ausrichten. Ja, und genau dann ist es überaus sinnvoll Kontakt zu Deinem Ahnenfeld aufzunehmen.

Der Baum des Lebens

Im sibirischen Schamanismus ist die Rede vom „Baum des Lebens“. Es heißt, dass jedes Menschenleben, wie ein solcher Baum ist, wobei die Baumwurzeln, die tief verborgen in der Erde eingegraben sind, unsere Ahnen symbolisieren. Jeder Baum erhält seine Kraft und seinen Energiefluss über seine Wurzeln aus der Erde auf der er wächst. Ist die Erde reich an Mirkoorganismen und voller Nährstoffe und sind die Wurzeln stark und heil, ist auch der Baum gesund und kann zu Hohem hinauswachsen. Ist die Erde nun aber vertrocknet, ohne Nährstoffe oder gar vergiftet und sind die Wurzeln schwach und brüchig, kannst Du Dir sicherlich denken, wie es dem Baum geht. Genauso verhält es sich mit uns Menschen in Bezug auf unsere Ahnen.

Wenn man den Faden weiterspinnt, besteht genaugenommen unsere gesamte Erde aus unseren Ahnen. Sie alle haben gelebt und sind nach ihrem Tod in die Erde gegangen, um selbst zur Erde zu werden. Das bedeutet im Grunde, dass wir täglich mit unseren Füßen auf unseren Ahnen wandeln. Wir bauen unsere Häuser, Denkmäler, Wolkenkratzer, Einkaufszentren, Regierungsgebäude und Tempelanlagen auf ihnen. Mehr noch, wir errichten unsere Glaubenssysteme, unsere kollektiven Moralvorstellungen, unsere Kultur und unsere Traditionen auf ihnen. Nichts, was in dieser Welt existiert, ist nicht durch das Leben und Wirken unserer Ahnen entstanden und geprägt worden. So ist es im Kollektiven und auch in unserem Persönlichen.

Ich möchte Dir eine kleine Geschichte aus meinem Leben erzählen, um es zu verdeutlichen. Mein Leben lang war ich auf Reisen. Schon als Kind liebte ich es, mit meinem Papa im VW-Bus durch die Lande zu ziehen, der als Gemüseverkäufer von einem Jahrmarkt zum Nächsten tingelte. Als junge Erwachsene ließ ich keine Gelegenheit aus, meinen Rucksack zu packen und in ferne Länder davon zu ziehen. Neben all den wundervollen Abenteuern wurde mir jedoch irgendwann eines klar: Ich fühlte mich nirgends wirklich zu Hause. Ein rastloses Gefühl umtrieb mich und hielt mich in Bewegung. Das spiegelte sich auch in meinen Beziehungen und meinem beruflichen Werdegang wieder. Es gab einfach keine Beständigkeit, keine längerfristige Bindung, kein Ankommen.

Irgendwann fiel mir auf, dass meine beiden Schwestern eine ähnliche Rastlosigkeit in ihrem Leben verspürten. Wir drei sind in unseren Interessen und Ausrichtungen im Lebensstil sehr unterschiedlich, doch unsere Gemeinsamkeit ist es, dass wir weltreisende, wandernde Seelen sind. Dann fiel mir auf, dass genau das, auch das Leben meines Vaters ausmachte. Ich habe ihn als getriebenen Mann in Erinnerung, der in den 70er Jahren von Ost- nach Westdeutschland floh und seitdem auf der Hut war, nicht von der Stasi entdeckt zu werden. Schließlich beschäftigte ich mich mit meinen Ahnen. Je tiefer ich grub, desto deutlicher wurde, dass meine gesamte väterliche Linie von Flucht, Krieg und Verfolgung geprägt war. Die Rastlosigkeit, welche ich so sehr kannte, zog sich also schon durch viele Generationen hindurch.

Dein Erbe

Das Leben welches unsere Ahnen geführt haben und die Umstände, denen sie ausgesetzt waren, haben direkten Einfluss auf unser Leben. Wir glauben bei manchen Eigenarten von uns vielleicht: „Ja, so bin ich halt!“. Doch dass das, was uns zu der Person von heute hat werden lassen, viel tiefreichender ist, als ein einziges Menschenleben, können wir nur er-„ahnen“.

Angst, Verzweiflung, Wut, Unterdrückung der Gefühle, Verlust der Freiheit, Denunziantentum, kriegerische Zustände  – das alles sind Dinge, die auch heute in unserer Gesellschaft angetriggert werden. Es sind Umstände, denen sich heute viele Menschen hilflos gegenüber sehen. Woher kommt diese Hilflosigkeit? Die momentanen Energien des Zeitgeschehens rufen eine kollektive Erinnerung in unserem epigenetischen System wach, die Erinnerung daran, dass auch unsere Ahnen diese Themen schon kannten.

Ist das jetzt ein Grund zur Panik? Befinden wir uns jetzt in einer Endlosschleife, der wiederkehrenden, traumatischen Ereignisse durch die Zeit? – Nein, mit Nichten.

Der Kampf ist vorbei. Du bist sicher!

Im Gegensatz zu unseren Ahnen damals, sind wir heute weitestgehend sicher. Zumindest in Europa hat es seit vielen Jahrzehnten keinen Krieg mehr gegeben. Der Überlebenskampf ist vorbei! Diese Erkenntnis darf jetzt tief in unserem System ankommen. Das was hier und heute passiert, ist eine Chance die Wunden unserer Ahnen zu heilen, damit wir unser eigenes Lebensglück gelöst und frei entfalten können.

Wir können heute die Erde aus der wir erwachsen sind entgiften und düngen, sodass wir selbst nach vorn gerichtet wachsen und gut gedeihen können. Vielleicht kommen all diese niedrig schwingenden Energien heute an die Oberfläche, damit wir, als Kinder unserer Ahnen, endlich aufräumen. Damit wir endlich die Schwingung erhöhen und aus diesen schwächenden Energien emporwachsen, so wie der gestärkte, gesunde Baum des Lebens, der seine Äste in den Himmel reckt.

foto by Anne Oschatz fotografie

So gelingt die Heilung mit unseren Ahnen

Unsere Ahnen haben uns nicht nur die Erinnerungen von Trauma und Krieg weitervererbt, sie haben uns auch ein tiefes, altes Wissen mitgegeben. Unsere keltisch-germanischen Vorfahren haben den 31. Oktober gefeiert. Samhain,  die Nacht in der die Tore zur Anders- und Ahnenwelt weit geöffnet sind. Samhain liegt dem Frühlingsfest Beltane im Jahreskreis gegenüber. Und so wie Beltane das Leben und die Hochzeit von Erde und Sonne feiert, erinnerten sich unsere Ahnen an Samhain an die Endlichkeit der Dinge und an den Tod selbst. Die Natur zieht sich in die Erde zurück, um zu sterben und so war es für unsere Ahnen ganz natürlich, dass Samhain den letzten Tag des keltisch-germanischen Jahreskreises darstellte.

Wir können das Wissen unserer Ahnen und die Kraft dieses Tages, bzw. dieser Nacht vom 31.10. auf den 1.11. nutzen, um Kontakt mit unserem Ahnenfeld aufzunehmen und ihr Leben und Sterben wertzuschätzen. Denn wenn wir uns bewusst machen, dass unsere Ahnen aller Umstände getrotzt haben und ihr Bestes gegeben haben um zu überleben, damit wir hier und heute auf dieser Erde wandeln dürfen, dann erfährt unser eigenes Leben eine ganz neue Form der Wertschätzung.

Rituale als Weg der Verbindung zu Deinen Ahnen

Diese Art der Achtung und Dankbarkeit Deinen Ahnen gegenüber kannst Du am besten so zelebrieren, wie unsere Ahnen selbst ihrer Verstorbenen gedenkt haben – in Form von Ritualen.

Sehr gerne teile ich ein „Dankbarkeits-Ritual für Deine Ahnen“ mit Dir, welches Dich in eine tiefe Herzensverbindung zu Deinen Vorfahren bringt, sodass Du ihre Kraft, Liebe und gute Führung in Deinem Rücken spüren kannst. Hier gelangst Du zu einem Video, in welchem ich das Ritual zelebriere. Feiere das Ritual gern mit mir zusammen. 🙂

Mögest Du eine magische, kräftigende Begegnung mit Deinen Ahnen erleben.

Germaid Charlotte


Gründerin von New Women New Earth, Coach, Sängerin, Medicine Woman. Germaid unterstützt Dich darin, Deine Beziehungen zu heilen, damit Du mit Freude und Kraft Deiner Weiblichkeit Ausdruck verleihen kannst.

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